Thomas Blaser

Geboren in Interlaken

Lebe und arbeite in Bern

Gründer der Linie "private voodoo" und "big hole in the sky"

Ausstellungen in Bern, Zürich, Leipzig, Malaga und Berlin


Papier als Bildträger

Das meist mit Leinöl getränkte Wiederwertpapier ist eine Eigenentwicklung aus dem Programm "care hold".

 

Bei etlichen hier präsentierten Arbeiten dient Papier als Bildträger. Ein eher ungewöhnlicher Träger in der Ölmalerei, den ich hier kurz erläutern möchte.

 

Ich verwende Altpapier in Grössen von A3 und A2, die ich in mehrere Schichten und Arbeitsgängen übereinander gelegt mit hochwertigem Kleister ganzflächig oder partiell miteinender verbinde. Da ich das Altpapier nun wieder zu einem Produkt von hoher Qualität verarbeiten kann, nenne ich es Wiederwertpapier und als zu verwendende, vorgefundene Ressource wieder einbringe, passen zu meinem Programm "care hold".

 

Nach Trocknung der Papierschichten wird die gesamte dadurch entstandene Fläche mit unterschiedlichen natürlichen Ölen mit dem Pinsel getränkt. Öl beszitzt die besondere und aussergewöhnliche Eigenschaft zwei Elemente die unterschiedlicher nicht sein könnten, miteinander zu vereinen. Feuer und Wasser. Eine dynamische Essenz die es bei der Verarbeitung immer wider voller Spannung zu berücksichtigen gilt.

 

Ich verwende je nach Bedürfnis und Anforderung sehr unterschiedliche Öle. Walnussöl, Leinöl, Mohnöl und für die Lichtobjekte vermehrt auch Rhizinusöl weil dieses absolut nicht gilbt.

Jedes Öl hat seine spezifisch besonderen Eigenschaften. Hinzu kommt die Qualität der Öle wie gebleichte, ungebleichte, Sonnen gebleichte oder Standöle usw. Dabei spielt es eine Rolle ob das Öl möglichst transparent bleiben oder vielleicht nachgilben soll, (wie z.B. beim Bild "Moby Dick, accept the unbelievable") also stark gelblich, tranig wirken soll. Ob es eher dick und opak auf dem Papier bleibt, oder fein und fliessend ins Papiergeebe eindringen soll.